Ulrich

Vergangene Woche habe ich mich mit der Annika von herpistolgo für Uni Vorbereitungen und zum Frühstücken im Cafe Ulrich getroffen. Vom Lokal habe ich schon einmal drüben bei coralandmauve gehört und war dementsprechend gespannt. Bevor wir zum eigentlichen Thema kommen ein kurzer persönlicher Exkurs: es ist so gut wie unmöglich im 7. Bezirk einen Bankomaten zu finden. Vor allem nicht mittels Google oder Apple Maps. So viel dazu.

Das Kaffee liegt unmittelbar neben der St. Ulrich Kirche, was dem ganzen Ambiente einen gewissen nostalgischen Charme verleiht. Die Frühstückskarte wirkt sehr übersichtlich und es sollte für jeden etwas dabei sein. (mehr …)

Motto am Fluss

Vor einiger Zeit war der Liebsten und mir nach einem Frühstück in der Stadt. Wien versteht sich. Nachdem wir uns beide durch unzählige Blogeinträge gelesen haben und wir eigentlich eh schon viel zu spät dran waren für die erste Mahlzeit am Tag, blieb „nur mehr“ das „Motto am Fluss“ übrig. Also rein nach Wien (so sagen wir Landleute das).

Das „Motto am Fluss“ befindet sich gegenüber vom Schwedenplatz, ein Ort der jedem ein Begriff sein sollte, im oberen Teil der „Schiffstation“ für den Twin-City Liner. Das Lokal an sich hat einen sehr angenehmen Außenbereich mit Blick auf den Donaukanal sowie einen Innenbereich der seine eigene Gliederung in „Restaurant“ und „Cafe“ hat. Frühstück gibt es bis 16:00 Uhr was schon mal großartig ist. Ich bediente mich der wundervollen Mahlzeit mit dem Namen „Heimathafen“. Weiches Ei/ Handsemmel / Croissant / hausgemachte Nougatcreme (!)/ Marmelade/ Honig / Butter. Dazu kam bei mir noch eine Portion Camembert, so für den sauren Ausgleich und diverse Getränke (Kaffee, Saft,…). (mehr …)

eating good

Ich habe einen Freund der pflegte über einige Jahre die Tradition mit einem Sozius in der Adventszeit zum „Shopping“ nach London zu fliegen. Eigentlich eine hervorragende Idee. Am Tag des Heimflugs lud ihm sein Kumpane immer zu einem „full english breakfast“ ein. So mit allem Schnick Schnack. Baked beans, Spiegeleier, Speck und dieser herlich lauwarme Toast mit ein wenig Butter oben drauf. Nachdem das einige Male passiert ist, fragte der eine so:“A:warum machen wir das eigentlich immer?“ „B: Das könnte mein letztes Essen sein. Ich will nicht mit leerem Magen, oder noch viel schlimmer mit einem trockenen Brötchen im Bauch abstürzen.“

Ein hervorragendes Lebensmotto wie ich finde. Sollte natürlich kein Freibrief sein um täglich ein Galadiner abzuhalten, sondern vielmehr ein Aufruf zum guten Essen. Comfort food würde Jamie Oliver sagen. Freunde einladen, gemeinsam Kochen und einfach genießen.

Handverlesene Empfehlungen #2

Kurz vor Weihnachten ist offenbar jeder im Stress und viele finden keine Zeit für eine gemütliche Internetlektüre sammt cremigen Kakao. Deshalb hier ein paar nette Empfehlungen für euch.

 

Podcast Renaissance – the Verge. Die bekannte amerikansiche Techseite hat dem Medium Podcast einen länglichen Bestandsbericht verpasst. Starke Konzentration dabei liegt vor allem am „neuen“ US Podcast Hype rund um Serial. Sehr lesens- und schauenswert.

Projektor.fm. Wenn wir schon beim Thema sind. Die grandiosen Herren @schlingel, @iStefo und @piets haben ein wohliges neues Podcastprojekt gestartet. Dabei erzählt der „alte Mann“ (Basti) der „jüngeren“ Generation wie das so war mit den Filmen in den 90er Jahren. Episode1 – Matrix. Note: höhrenswert.

Die Welt, Kaffee und ich. Ein „Fotoblog“ der etwas anderen Art. Die geschätzte Frau Gatterburg hat früher mit mir gemeinsam die Schulbank gedrückt und hat die letzten Jahre professionell gelernt wie das mit dem Fotografieren eigentlich funktioniert. Shootings, kurze Geschichten und jede Menge fabelhafter Bilder.

Cabin Porn. Eine Seite die wunderschöne Cabins (deutsch: Holzhütte, Schutzhütte, „Baumhaus) präsentiert. Einfach durchscrollen und träumen.

 

Das Campus

Architektur beeindruckt, verändert, begeistert oder verstößt so manchen. Die neuen Gebäude der Wirtschaftsuniversität (kurz WU) in Wien verbinden vermutlich all diese Eigenschaften. Letzte Woche war ich zum Mittagessen im Restaurant „das Campus„, am neuen WU Gelände verabredet. Da ich noch ein wenig Zeit hatte nutze ich eine der „Lernlounges“ um mich mit nicht so ganz wirtschaftlichen Themen zu beschäftigen. Nicht mein erster Besuch im neuen Herzstück der VWLer und BWLer, aber dennoch immer wieder recht beeindruckend. Solch einen Komplex nun auch noch für andere Unis errichten (bsp. TU, MedUni und Fakultäten der UniWien) und der „Standort Wien“ könnte sich noch mehr zu einer internationalen Studentenstadt mausern. Aber ich schweife ab.

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Le Burger

Im Wiener Donauzentrum hat vor kurzem ein neuer Burgerladen – namens „Le Burger“ aufgemacht. In Wien gibt es davon doch recht viele und so mancher versucht sich auch daran, diese durchzuprobieren. Das Lokal erinnert in seiner Aufmachung stark an das Jim Block in Hamburg. Selbstbedienung, Schauküche und überschaubare Karte. Anders wie in anderen Burgerlokalen gibt es bei Le Burger keine fixen Burgerzusammensetzungen oder Menüs. Fleisch, Zutaten, Beilagen und Getränke werden von einem selbst bestimmt. Zur Auswahl gibt es im Bereich Fleisch: Rinderfleisch (in versch. Varianten) od. Veggie „Patty“. Die Zutaten decken eine große Bandbreite an Gemüse ab und als Beilage gibt es entweder Pommes (hausgemacht) oder keine Pommes.

Meine Zusammensetzung war folgende:

Double Cheesburger/ Jalapenos – Zwiebel – Spiegelei – BBQ Sauce/ Pommes / Getränk

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Gastwirtschaft Floh

Vergangenen Freitag war ich zum Essen in die Gastwirtschaft Floh in Langenlebarn (ca. 25-30min mit dem Auto von Wien; in der Nähe von Tulln an der Donau) eingeladen. Das Restaurant hat einen bekannten Namen und Ruf auch über die Grenzen der kleinen Ortschaft hinweg. Gerade durch große Renovierungsarbeiten in den letzten Jahren und einer hochwertigen Küche, ist „der Floh“ schon lange kein kleines Dorfgasthaus mehr und findet demnach auch Einzug im Falstaff und dem Gault Millau. Für mich umso spannender, da ein lieber Freund und RotKreuz Kollege einige Zeit den Kochlöffel in dem Lokal geschwungen hat, jedoch nicht als Chefkoch – versteht sich.

Wir hatten reserviert, dies ist auch dringend zu empfehlen, da an einem Freitag sonst vermutlich nur der Verweis auf einen anderweitigen Besuch übrig geblieben wäre. Von unserer Ankunft gegen 19:30 bis zum Verlassen war das Lokal sehr gut gefüllt, um nicht zu sagen „ausgebucht“. Wir hatten einen Platz im vorderen Bereich, wo alte/rustikale Einrichtung mit modernen Elementen verbunden wurden. Die Bedienung war wechselnd. Das beschreibt es denke ich sehr gut. Wir hatten für die Zeit unserers Aufenthalts keine fixe Serviceperson, sondern diese wechselten sich immer wieder ab. Erfrischend, jedoch für mich gewöhnungsbedürftig. Freundlichkeit, Engagement und fachliches Wissen waren dafür hervorragend.

Die Speisekarte ist in ihrem Umfang im guten Mittelfeld angesiedelt. Aus jeder „Speisekategorie“ gibt es ausreichend Alternativen und eine Auswahl an mittelfristigen Angeboten (bei uns Martinigans) sowie kurzfristigen, tagesabhängigen Empfehlungen runden das Menü ab.

Wir hatten zu Beginn einen kleinen (vegetarischen) „Gruß aus der Küche“/ Vorspeisenvariation/ Gustierteller oder einfach eine kleine Zusammenstellung aus Brot, Butter, Aufstrich, Meersalz und einem speziellen Distelöl aus der unmittelbaren, regionalen Umgebung.

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Handverlesene Empfehlungen #1

Es kommt immer wieder vor, dass ich auf großartige Inhalte, Geschichten, Podcasts und Videos stoße oder gestoßen werde. Diese geraten dann oft wieder in Vergessenheit oder verschwinden in den Weiten meiner Evernote Datenbank.

Deshalb hier ein paar Empfehlungen zur gemütlichen Sonntagslektüre.

 

SUPERMECKI.tumblr.com – hervorragender Tumblr Blog von @supermecki. Ästhetisch ansprechende Bilder rund um Design, Menschen, Produkte und Landschaft. Einfach mal reinschauen – da werdet ihr hängen bleiben.

WHVRT – über diesen Tweet bin ich wieder einmal auf die Bilder vom @verstoerend aufmerksam geworden. Wunderschöne Fotos von Städten, Menschen und einfach der Welt.

WRINT Realitätsabgleich – mit @holgi und @tobybaier. Die beiden Podcaster sprechen einander immer unter der Woche um sich ihre „Realitäten miteinander abzugleichen“. Das Format wechselt immer wieder zwischen Nachrichten Aufarbeitung, SmallTalk, Metagerede und kulinarischen Empfehlungen. Meistens dauert eine Sendung ca. 60Minuten – also ideal für längere Bahnfahrten.

a boy on adventures – der geschätzte Fabian (@i_am_fabs) stellt seine Bergtouren und Outdoor Aktivitäten als kleine Geschichten zusammen. Wunderbare Bilder, großartige Einblicke und der Wunsch wieder mehr in der Natur zu erleben.

 

Café Français

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In Wien gibt es unzählige Kaffeehäuser. Der Vergleich mit dem Sand am Meer wäre hier nicht ganz unangebracht. Wer öfters in Wien ist bzw. dort lebt, der hat irgendwann die Oberlaa´s, Sacher´s und Aida´s dieser Stadt gesehen und genauso, wie jeder Tourist nicht gewusst welchen Kaffee man sich eigentlich bestellen sollte. Deshalb meidet der „Vielwiener“ oftmals solche traditionellen Häuser und sucht moderne Alternativen. Wer Starbucks (aus welchen Gründen auch immer) links liegen lassen möchte dem bleibt oftmals nur der Weg in so „hipster-wir-mahlen-die-Bohnen-selbst“ Läden. Nicht falsch verstehen, mag ich auch sehr gerne (z.B. Coffee Pirates), jedoch sind dies meist keine Lokale wo man auch mal länger sitzen kann und einfach in der Architektur, einem Buch oder den Leuten versinken möchte. Unlängst bin ich durch einen Blogpost drüben bei Coral & Mauve auf das Cafe Francais aufmerksam geworden. Gemeinsam mit der hinreißenden Sarah M. P.  war ich in einer Uni-Pause das erste Mal dort. Zunächst muss man sagen, dass man sich vom französischen Charme nicht abschrecken lassen sollte. Das Personal ist sehr nett, zuvorkommend und auf keinem Fall aufdringlich. (mehr …)

A$AP Rocky Dokumentation

Unlängst habe ich via Facebook den Hinweis auf eine Dokumentation mit/um A$AP Rocky bekommen. Die fünfteilige Serie „SVDDXNLY“ zeigt das Leben des US-Rappers und seine Gedanken bezüglich Erfolg, Leben und Karriere. Sein Album LONG.LIVE.A$AP gehört für mich zu einem der Rap-Alben überhaupt. Das Wort Meisterwerk wäre hier sicherlich keine Übertreibung. Wer sich für US-Rap und HipHop interessiert der wird an der Dokumentation sicherlich Gefallen finden.

Flatschers Bistrot

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Letztens war ich mit guten Freunden im Flatschers Bistrot (in Wien). Nach dem doch recht ansehnlichen Erfolg des „Stammlokals“ in der Kaiserstraße eröffnete der Besitzer ca. 200Meter weiter ein zweites (kleineres) Lokal. Nachdem wir alle bereits mehrmals im Hause Flatschers zu Gange waren, wollten wir nun das neue Bistrot ausprobieren. Tischreservierung ist sehr essentiell in beiden Lokalen und durchaus eine wichtige Sache, wenn man einen guten Platz bekommen möchte.

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Wir hatten für vier Leute reserviert, kamen jedoch nur zu dritt, nachdem jemand aus der Gruppe verhindert war. Das „französische“ Lokal wirkt auf den ersten Blick wie eine sehr geräumige Bar. Beim Reingehen steht man direkt an einer großen Theke hinter der sich eine Art „Bücherregal“ mit Getränken befindet. Eine kleine Leiter zum Erreichen dieser Getränke rundet das Bild ab. Der Platz, welcher uns zugewiesen wurde, war für drei Personen gerade so akzeptabel, unsere ursprüngliche Idee zu viert anzukommen, wäre hier bezüglich der Tischsituation spannend geworden. Die Kellner wirken sehr engagiert, jedoch zu „kumpelartig“ was ich nicht wirklich ausstehen kann. Meine Freunde hatte ich mit, da muss man mir nicht das Gefühl vermitteln ein weiterer würde mir das Essen servieren. Dennoch eine sehr ordentliche Bedienung, jedoch bei vollem Lokal oftmals ein wenig überfordert (1-2 Kellner mehr würden hier sicher nicht schaden). Als Vorspeise hatten wir die „Flatschers Vorspeisen Variation (für 4 Personen)„, bestehend aus gegrillten Jakobsmuscheln – Garnelen vom Lavasteingrill und Beef Tartare.

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Für 4 Personen eine überschaubare, aber nicht zu kleine Portion. Qualität und Geschmack wie gewohnt hervorragend. Danach entschieden wir uns alle drei für das „Entrecôte“ (Rib Eye Steak), obwohl wir auch alle mit dem „La mer et la terre“ (Steak + Meeresfrüchte) liebäugelten. Das Steak war wie gewünscht (Medium) perfekt gebraten und ich hatte zwei Saucen (große Empfehlung BBQ) sowie hausgemachte Pommes dazu.

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Ein sehr rundes und zartes Hauptgericht. Bezüglich Getränke hatten wir zu den Hauptspeisen ein Augustiner Helles und zwischendurch einen GinTonic. Ein, zwei Worte dazu. Das Bistrot bemüht sich darum eine formidable Ginkarte anzubieten. Dies gelingt ihnen auch, jedoch die Preisgestaltung lässt ein wenig Rätsel über. Jeder Gin + Tonic (hier gibt es auch eine größere Auswahl) kostet 9,50€. Egal ob man nun den obligatorischen Gordens Gin oder einen Monkey47 bestellt.Vorsicht bzw. gute Auswahl sind hier gefragt. Eine Einteilung in Preiskategoriern 4€/7,50€/9,50€ für die verschiedenen Gins wäre hier sicherlich ein besserer Weg. Ich genoss einen Elephant Gin mit Fever Tree Tonic.  Sehr rund und der Eigengeschmack fügt sich wohlig ins Gesamtbild ein. Die Nachspeise nahmen wir wieder in der Variation (mit dem klingenden Namen Dessert-Étagère). Schokoküchlein, Apfelküchlein und Eclair (mit Schoko). So konnten wir uns gut durchprobieren.

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Insgesamt ein sehr gelungener Abend und ein nettes Lokal um, so wie in unserem Fall, mehrere Stunden gemütlich zusammenzusitzen und über Gott und die Welt zu sinnieren. Nebenbei gibt es hevorragendes Essen und ein wenig Frankreich im 7.Wiener Gemeindebezirk.

Ein Planet voller Affen

Letzte Woche waren wir im Donauplex um uns den neuen Planet der Affen (Revolution) anzusehen. Zuvor waren wir im Saloon essen. Mittelmäßige Burger und nicht ganz mein Ambiente. Soviel dazu. Der Film danach war in gewisser Weise ganz speziell. Um meine Erfahrung damit zu beschreiben greife ich gerne auf die Worte von Holgi aus #WR330 zurück. Dabei meinte er über den Film „Lucy“, dass dieser noch in ihm „arbeiten“ würde. Ähnlich ging es mir mit dem neuesten Teil der Planet der Affen Serie. Auch Tage später lässt mich die Geschichte und dessen Inhalt noch nicht ganz los. Anders wie im ersten Teil, wo sehr stark versucht wurde die Erzählung in den Vordergrund zu rücken, gelingt es im zweiten Teil die Handlung nahtlos mit der „Action“ zu verknüpfen. Der Stoff ist eigentlich sehr simpel zu verstehen. Im Grunde geht es um Gesetzesbildung, Macht und politisches Handeln in ihrer „primitivsten“ Form. Doch gerade dieses Aushandeln politischer Führung und die ständige „Gefahr“ von gesellschaftlichem Wandel werden geschickt und geradezu schockierend vorgetragen und bilden damit den Nährboden um auch Tage danach noch darüber grübeln zu können. Die Bilder sind natürlich ebenso beeindruckend. Die 3D Version ist sicherlich empfehlenswert. Planet der Affen: Revolution  ist für mich einer der Filme in diesem Sommer und das aus ganz anderen Gründen, wie ich eigentlich zunächst gedacht hätte. Actionkino mal ganz anders.

True Detective

Nachdem sich meine „Hauptserien“ (HIMYM, TBBT, Californication, etc.) entweder in die Sommerferien oder im manchen Fällen gleich vollständig von der TV Fläche verabschiedet haben, war ich auf der Suche nach einer neuen Serie die meinen Geschmack treffen würde. Bei Serien bin ich sehr wählerisch. Ich möchte gut unterhalten werden und mir eine Geschichte erzählen lassen, die ich nicht schon dreißig mal in anderer Form gesehen habe. Sherlock, Elementary und Orphan Black sind hier in letzter Zeit löblich zu erwähnen. Diese Auswahl zeigt wohl auch meine persönlichen Vorlieben bei Serien sehr gut. Ein wenig düster – aber Humor muss eine tragender Rolle spielen. Umso schwärzer (britischer) – umso besser. Bei Twitter bin ich irgendwann auf True Detective hingewiesen worden. In den Hauptrollen der fantastische Matthew McConaughey gemeinsam mit Woody Harrelson. Die ganze Serie basiert auf einer abgewandelten Form von „guter Bulle – böser Bulle“ jedoch mit sehr viel Überbau und geradezu hinreißend bissigen Dialogen.

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True Detective spielt in den Sumpf- und Moorregionen Louisianas und erinnert sehr stark an das Setting der Casper Musikvideos (z.b. Im AscheregenHinterland, ) zum Album Hinterland. Zu klären gibt es einen mystisch inszenierten Ritualmord, der sich rasch als Puzzleteil zu einer Mordserie herausstellt. Zwei „Erzählzeiten“ lassen eine gewisse Dynamik und Offenheit im Geschichtsfluss zu und erleichtern größere Zeitsprünge. Insgesamt sehr düster, dunkel und mit kargem Dialogverhalten. Keine Serie für einen Kindergeburtstag. Die Figuren sind wunderbar inszeniert und erzählen oftmals nur durch ihr Handeln eine eigene kleine Geschichte. Im englischen Original sprachlich sicherlich herausfordernd – dennoch die Mühe wert. An einer Übersetzung würde, denke ich sehr viel „Humor“ verloren gehen. Eine zweite Staffel ist bereits in Planung, vermutlich mit anderen Hauptcharakteren. Schade eigentlich.

St. Hanappi

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„Als Weststadion erbaut, um als Hanappi-Stadion zur Legende zu werden!“. Das letzte Banner der Ultras in ihrer Heimstätte. Einem Ort der mehr war als ein Fußballstadion und es auch immer sein wird. Die Rede ist vom Gerhard Hanappi Stadion in Wien (Hütteldorf). Schauplatz einiger Gänsehaut-Momente und (ehemalige) Heimstätte des besten Fußballklubs der Welt. Vergangenen Sonntag wurde das, liebevoll Sankt Hanappi genannte, Stadion zum letzten Mal von den Fans besucht, die diesen Ort zu etwas ganz Besonderem machten. Ich kann mich noch erinnern, wie ich vor ungefähr 12 Jahren das erste Mal selbst bei einem Spiel dabei war. Wenn mich die Erinnerung nicht trübt war das sogar ein Derby gegen den FAK. Diese Fans und dieses Stadion bildeten eine solche Einheit, das hat mich damals wie heute tief beeindruckt. Einige Jahre war ich Dauerkartenbesitzer auf der Südtribüne. Hervorragende Plätze und super Leute um uns. Man kannte sich und war für zwei Stunden eine Familie, die manchmal trauerte aber umso öfter gemeinsam feierte. Große Siege, Meisterschaften und Aufstiege in europäische Wettbewerbe. Auch tragische Momente wurden immer wieder überstanden (Stichwort Platzsturm). Dinge die auf keinen Fußballplatz gehören.

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Nach 37 Jahren ist nun die letzte Stunde dieser denkwürdigen Heimstätte gekommen. Das Abschiedsspiel (+ Rahmenprogramm) gegen Celtic Glasgow war ein goldener Schlusspunkt unter eine großartige „Karriere“. Das Sankt Hanappi muss Platz machen für das Allianz Stadion, wo hoffentlich bald neue Geschichten und Helden gefeiert werden. Ein Aufbruch ins Unbekannte.

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Danke St. Hanappi.

TAZ – Foucault

Gestern veröffentlichte die TAZ ein bezauberndes »Porträt« zum 30.Todestag von Michel Foucault, welchen ich in diesem Jahr im Zuge meines Studiums öfter lesen durfte. Wenn der Onlinejournalismus mal wieder unter die prüfenden Augen gestellt wird und der Ruf nach angeblich längst vergangener Qualität lauter wird, dann kann man diesen Text reichen. Leicht, hervorragend recherchiert und mit der Ehrfurcht aber gleichzeitig Freude, welche man bei solch einem Thema an den Tag legen sollte. Die TAZ ist auf jeden Fall nicht Unterwegs zum Schweigen. 

Den schönen Ruf, diabolisch zu sein, verdankt er vor allem seinem Schaffen. Grenzüberschreitend und zersetzend – das sind die häufigsten Attribute für sein Denken. Die Existenzphilosophie, die Phänomenologie, der französische Hegelianismus, die Psychoanalyse – für diese großen Theorieströmungen, für die in Frankreich so einflussreiche Namen wie Sartre, Merlau-Ponty, Hyppolite und unzählige andere stehen, war er wie ätzende Säure. Mit allen gleichzeitig hatte er den Kampf aufgenommen, weil er der Erzählung vom souverän handelnden Subjekt endgültig den Boden entzog.

(TAZ, 25.6.14)

#morecolorful

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Vergangenen Dienstag waren wir (der Herr Wech und ich) für Verkabelt bei Microsoft/Nokia geladen um den Marktstart von den Lumia 630/635/930 mit HotDogs und Graffiti gebührend zu zelebrieren. Zunächst fanden wir uns unter der Rossauer Brücke am Donaukanal ein um bei einem kleinen Stell-dich-ein alte Bekannte zu treffen und neue Gesichter zu entdecken.

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Gesprayed wurde auch und zwar mit Wiener Graffiti Künstlern. Eine abschließende (kleinere) Runde begab sich dann noch zum Tel Aviv Beach um bei einem kühlen Getränk den Tag ausklingen zu lassen.

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Nebenbei siegte Brasilien bei der Weltmeisterschaft. Kleine Notiz am Rande. Die Hotdogs kamen von der „Catering-Firma“ mit dem klingenden Namen „Hildegard Wurst„. Sehr reizend. Sehr gut.

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Novarock (2014)

Am vergangenen Sonntag begab ich mich an die Grenzen dieses Landes um einem Musikfestival beizuwohnen, welches mir ganz besonders am Herzen liegt. Es war nämlich im Jahr 2010 wo ich erstmals an einem OpenAir Festival dieser Art teilgenommen habe. Auf Grund fehlender Festivalerfahrung, sollte es sich zu einem denkwürdigen Wochenende entwickeln.

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Kein Pavillon, viel zu wenig (Mineral)Wasser, kaum sinnvolle (mitgebrachte) Nahrung und eine brütende Hitze von 36-38 Grad und das ganze an einem Ort wo es kaum Schatten gibt und Wasser eine Mangelware darstellt. Damals lernten wir auf die „harte Tour“, wie man sich auf so ein Event vorbereiten muss/sollte. Etliche Festivals folgten und heuer bot sich mir die Chance wenigstens für einen Tag aufs Novarock zu fahren, was ich die letzten beiden Jahre wegen terminlichen/privaten Ereignissen auslassen musste. Auch in diesem Jahr entschieden wir uns auf Grund andere Verpflichtungen erst am Samstag (sehr kurzfristig) auch wirklich die Reise nach Nickelsdorf am Sonntag (Nachmittag) anzutreten. „Must-See“ Acts waren an diesem Tag für uns: The Offspring und Black Sabbath. Wir kamen dann recht pünktlich zum Ende von Dropkick Murphys, einer Band die sehr stark an Flogging Molly erinnert, jedoch mehr Punk/Rock Elemente integriert.

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Danach war Fettes Brot an der Reihe. Ist halt gute Ballermann Musik. Danach erfüllte ich meinem Musikherz einen langen Wunsch: einmal The Offspring live sehen. Großartige Show und alle Songs, die man sich so erwarten durfte, wurden präsentiert. Ein Moment der Glückseligkeit. Um den Hauptact an diesem Abend aus einer halbwegs passablen Position mitverfolgen zu können machten wir uns anschließend auf die Reise von der kleineren Redstage zur Hauptbühne, der Bluestage. Da gaben noch Avenged Sevenfold ihre Klänge zum Besten. Nicht ganz meine Musik, aber eine beeindruckende Performance. Zum Abschluss des (10.) Novarocks betraten dann die Altmeister/Gründungsväter/Legenden des Heavy Metal die Bühne. Iommi, Butler, Osbourne und Ward gaben ca. eineinhalb Stunden lang ihr Können zum Besten. Ozzy hatte einen extrem guten Tag und sprach vergleichsweise viel mit dem Publikum. Er war sichtlich in seinem Element.

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Es ist ein Schauspiel, welches man seinen Kindern und Enkelkindern noch erzählen wird. Auf Grund der Unsicherheit rund um die Erkrankung und den Zustand von Tony Iommi und der ebenso fragwürdigen Gegebenheiten rund um Ozzy Osbourne war es möglicherweise eines der letzten Male, dass man in Österreich die Chance hatte diese Kultfiguren zu sehen. Das Grande-Finale bot sich mit Paranoid nahezu an und so wurden die drei Zugaben zu einem Ratespiel, wann wohl dieser eine Song, der so viel verändert hat über die Zuschauermengen hinweg erklingen wird. Es schloss sich ein wundervoller Abend sehr rund und geradezu melancholisch ab, als sich Osbourne, sichtlich gerührt von den vielen tausenden Fans, die bis ans Ende dieses Festivals auf sie gewartet haben, von den Zuschauern mit den Worten: „God bless you all“ verabschiedete. 

 

Ein Abend mit Legenden.

Vier Wochen

Ich bin seit ich mich wirklich erinnern kann mit Fußball aufgewachsen und war in sehr jungen Jahren auch mal aktiv am Spielfeld. Bundesliga, ChampionsLeague, Pokal, etc. von Anfang August bis Ende April wird regelmäßig Fußball geschaut (teilweise im Stadion, ansonsten auf Sky/Orf). Doch alle zwei Jahre kommen noch die internationalen Tuniere hinzu. Das hat jedoch nichts mit der regulären Fussballwelt zu tun. Vier Wochen stehen im Zeichen eines großen Festes. Jeder hat etwas über die Spiele/Veranstaltung zu sagen und überall wird gegrillt und entspannt. Der Fußball gerät in den Hintergrund. Alt und jung kommen zusammen. Die erste WM, an die ich mich aktiv erinnern kann, ist jene von 2002 in Südkorea und Japan. Damals mit dem legendären Finale Brasilien vs. Deutschland und einem überragenden Ronaldo. Die EM 2004 stand ganz im Zeichen der Überraschung, eines Wunders. Griechenland wurde Europameister und ein anderer Ronaldo, nämlich der Herr Cristiano aus Portugal, ließ sein Darsein als „Wunderkind“ zurück und hat den Grundstein für seine Weltkarriere gelegt. Auch gilt diese EM als die Geburtsstunde der „Übersteiger“. Im Training der Jugendmannschaft, haben wir dies dann tagelang versucht nachzumachen. 2006 bekam das Spektakel nochmals eine ganz neue Dimension. Die Heim-Weltmeisterschaft unserer Lieblingsnachbarn. Tragödie und Triumph in so einem Drama an Halbfinale. Der dritte Platz, der Deutschen wurde damals gefeiert wie der Titel selbst. Man erinnere sich an die 150 000 Leute vor dem Brandenburgertor mit dem Auftritt von Xavier Naidoo und den Sportfreunden Stiller. Die Dokumentation Deutschland. ein Sommermärchen gehört für mich zu den Sportfilmen überhaupt. Gleichzeitig habe ich selbst eine neue Dimension kennengelernt. Damals befand ich mich ab den beiden Halbfinalspielen in Canada. Dort wurde die komplette WM schon in HD übertragen. Ein guter Freund unserer Familie hatte eine komplette HD Ausrüstung (TV, SAT-Receiver, etc.) und so konnten wir erstmals dieses große Event in hochauflösender Qualität verfolgen. Zu dem Finale kann man nicht viel sagen, außer. Danach war EM im eigenen Land, bei uns um die Ecke quasi. Österreich und Schweiz durfte das Event abhalten. Rückblickend gesehen eher eine glanzlose Veranstaltung im Bezug auf fussballerische Momente. Einzig Ivica Vastic hat sich in die Herzen aller Österreicher geschossen, endgültig. Europameister wurde Spanien, verdient. 2010 dann die letzte WM in Südafrika. Auch hier gilt was zwei Jahre zuvor in Österreich und der Schweiz stattgefunden hat, kaum glanzvolle Momente. Ich selbst war beim Spiel um Platz3 (Deutschland vs. Uruguay) in München und hab mir das im Parkcafe gemeinsam mit hunderten deutschen Fans angesehen. Spanien wurde Weltmeister, verdient. Leider hat auch die EM in Polen und der Ukraine im Jahr 2012 keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Spanien wurde erneut Europameister, verdient.

Heute beginnt die Weltmeisterschaft in Brasilien und ich habe das Gefühl, dieses Mal könnte es wirklich wieder ein großes Fest werden. Vier Wochen Fußball von früh bis spät. Und weil wir schon dabei sind: Weltmeister wird England, überraschend.

Im Reaktor

Seit nunmehr eineinhalb Jahren ist das Rote Kreuz ein Bestandteil meines Lebens (zunächst Zivildiener und anschließend als Freiwilliger). Dabei kommt es immer wieder vor, dass sogenannte „Ambulanzdienste“ zu versorgen sind. Das bedeutet eine (oder mehrere) Mannschaft(en) werden fix bei einem Großevent für die medizinische Erstversorgung bereitgestellt. Vergangene Woche war dies beim „Global 2000 Tomorrow Festival“ am Gelände des AKW Zwentendorf der Fall. Gemeinsam mit rund 110 KollegInnen und ein Team an NotärztInnen traten wir den Dienst an. Soweit zu den Rahmenbedingungen.

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Das AKW Zwentendorf ist kein gewöhnliches Atomkraftwerk. Mit anderen Worten, es ist und wird auch nie ein Atomkraftwerk sein. Nach seinem (vollständigen) Bau Ende der 1970er Jahre wurde eine Volksabstimmung (1978) bezüglich der Inbetriebnahme abgehalten. Das Ergebnis sprach sich gegen die Verwendung des Kraftwerks aus. Einige Jahre wurde das Kraftwerk gewartet und erhalten, mit der Hoffnung von Seiten der Verantwortlichen den Einsatz in Zukunft möglicherweise durchzusetzen. Dies geschah nie. Heute dient das betriebsfertige AKW als Ersatzteillager, Schulungsgelände, Photovoltaik Anlage und Austragungsort für besagtes Musikfestival (Außengelände). Die Legende besagt, dass die Mitarbeiter nur mehr einen Schalter hätten umlegen müssen. Die Brennstäbe waren angeblich schon am Gelände des Kraftwerks eingelagert. Eine weitere Erzählung berichtet davon, dass auf Grund der ähnlichen Bauweise, nach dem Unglück in Fukushima einige Tests und Übungsszenarien am Gelände stattfanden.

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Auf Grund glücklicher Zufälle und eines engagierten Geländemitarbeiters hatten wir, als einige der wenigen Leute in diesen Tagen das Glück einen Blick in das Innere des Kraftwerks werfen zu können (es gibt auch öffentliche Führungen während des Jahres). Der Moment in dem sich die große Stahltür zum Eingang erstmals öffnet, ist doch ein wenig eindrucksvoll. Zunächst kamen wir an dem Ort wo der „Portier“ seinen Stützpunkt gehabt hätte sowie eines Aufenthalts- und Wachraums. Die Strahlenanzüge wurden für ein Filmset dort platziert.

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Danach fuhren wir 35 Stockwerke mit einem Aufzug in den Hauptbereich des Reaktors. Eine riesige Halle mit komplett betriebsfertigen Geräten und dem Schacht für die Brennstäbe + Kühlbecken. Über eine kurze Stahltreppe gelangen wir danach auf das Dach des Reaktorgebäudes, von wo man einen wundervollen Blick über das Festivalgelände und die umliegende Landschaft hatte. Was soll man sagen? Einerseits eine leicht skurrile Erfahrung, gleichzeitig extrem interessant und eindrucksvoll. In keinem anderen AKW kann man eine Führung in all diese Bereiche machen (vor allem nicht ohne Schutzkleidung).

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Eine Erzählung aus dem Inneren eines Reaktors.

Cafe Stadtkind

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Gestern Abend war ich für eine Besprechung im „Stadtkind“ verabredet. Das Lokal/Restaurant/Cafe befindet sich unweit der Universität/Votiv Kirche/UBahn-Station Schottentor an der Straßenbahnhaltestelle Landesgerichtsstraße. Helle, moderne Einrichtung, eine nette Wochenkarte sowie Augustiner Helles vom Fass. Mehr muss ich denke ich nicht sagen. Gutes Lokal für den Start in das Wochenende oder für ein „after-work“ Getränk.

Burger House

Bei meinem letzten München Besuch gingen wir spätabends ins Burger House am Max Weber Platz. Nachdem ich schon öfter davon gehört hatte, reservierten wir (online) für drei Personen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Vormerkung nicht durchging und wir eigentlich mit Glück einen Platz erhalten haben. Man sollte sich also telefonisch an die Burger-Grillerei wenden, falls man sicher gehen möchte. So viel dazu.

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Trotz unserer späten Ankunftszeit war noch ordentlich viel los in dem doch recht kleinen und engen Lokal. Die Bedienung war mittelmäßig und nach meinem Geschmack ein wenig zu leger. Wir hatten alle drei den Big West Burger (BBQ Sauce, Onion Ring, Bacon). Ich persönlich hatte als Beilage die Chili Cheese Fries. Die Portion war ausreichend, jedoch nicht überwältigend. Geschmacklich doch eher einer der besseren Burger, die man so finden kann, aber auch keine große Überraschung. Mit Trinken (Tegernseer Hell; 0,5L) bezahlten wir dann p.P. ca. 17€. Für einen Abstecher vor dem Fortgehen bzw. als Einklang für das Wochenende sicherlich zu empfehlen.

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München für Anfänger

Fangen wie hier mal an. Zu der Stadt München pflege ich seit einigen Jahren ein sehr persönliches Verhältnis. Einerseits hat dies sicherlich damit zu tun, dass ich im Jahr 2010 meinen ersten Ferialjob im Umland von München antrat und dabei in der Stadt ein Monat lang zuHause war. Andererseits lernte ich über diese Verbindung einige wunderbare Menschen kennen, die mich seit damals begleiten. Als jemand der aus der Nähe von Wien kommt, ist München sicherlich eine Stadt wo man sich sehr schnell wohl fühlt. Die Menschen, Architektur und der allgemeine Flow der Stadt sind sehr ähnlich zu dem was man aus Wien kennt. Dennoch gibt es einige Unterschiede. Was in Wien und dessen Umland Wein an Stellenwert genießt geschieht dies in der bayrischen Hauptstadt mit Bier. Es ist Teil der Kultur. Alleine die sechs großen Brauerein (Augustiner, Hacker Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten) bilden einen Nährboden für unzählige Wirtshäuser und Biergärten. Meine Empfehlungen an dieser Stelle sind die Augustiner Bräustuben (Landsberger Straße), der Augustiner Keller (inkl. Biergarten), das Parkcafe (bester Obazda der Stadt, Laufdistanz vom Karlsplatz Stachus) sowie das Augustiner am Dom (im Stadtkern, unweit vom Marienplatz).

Natürlich dürfen bei meiner Ausführung über München auch die touristischen Attraktionen der Metropole nicht fehlen. Der Marienplatz (+ Rathaus), die BMW-Werke und der Olympiapark, das Schloss Nymphenburg, der Englische Garten, die Maximilianstraße, der Karlsplatz Stachus, der Viktualienmarkt, das Glockenbachviertel (Gärtnerplatztheather), die Residenz, das Uni Viertel (+ Pinakotheken)  Eisbach (Wellenreiter) sowie das Gebiet rund um die Isar.

Neben diesen erwähnten Lokalen, Attraktionen und Sehnswürdigkeiten gibt es noch einige ganz persönliche Lieblingsorte von mir. Diese sind bunt gemischt. Im Glockenbachviertel gibt es einige nette Lokale u.a. die Niederlassung, den Couch Club sowie das Cafe Forum (hervorragendes Frühstück bis Mittags). Bezüglich nächtlicher Unterhaltung empfehle ich das Gebiet rund um die Ludwigstraße/Leopoldstraße (Barschwein, etc.) sowie die innere Stadt (Trader Vic´s im bayrischen Hof, Lehnbachs & Söhne, etc.). Kulinarisch findet man mich gerne mal im erwähten Cafe Forum zum gemütlichen Frühstück, in den Augustiner Bräustuben, dem Parkcafe. Das Theresa in der Theresienstraße ist eine neue Empfehlung. Großartiges Essen aber auch dementsprechende Preise. In Sachen Hotel sind sicherlich die verschiedenen Motel Ones (Sendlinger Tor, Deutsches Museuum, etc.) zu erwähnen. Preis und Leistung sind hier sehr ordentlich. In der restlichen Zeit kann man das Deutsche Museum besuchen, durch die Innenstadt schlendern oder sich einfach ein wenig treiben lassen.

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Man merkt, der Unfang den diese Stadt bietet ist mehr als ausreichend für einen Städtetrip. Meine persönlichen Highlights sind sicherlich gute Anhaltspunkte wenn man eine Reise in die bayrische Hauptstadt plant. Die Themen bayrische Traditionen und Oktoberfest müssen einmal gesondert besprochen werden. Auch sehr empfehlenswert ist der Artikel des wunderbaren Herrn Schubert bezüglich seiner Heimatstadt.