Flatschers Bistrot

Processed with VSCOcam with hb1 preset

Letztens war ich mit guten Freunden im Flatschers Bistrot (in Wien). Nach dem doch recht ansehnlichen Erfolg des „Stammlokals“ in der Kaiserstraße eröffnete der Besitzer ca. 200Meter weiter ein zweites (kleineres) Lokal. Nachdem wir alle bereits mehrmals im Hause Flatschers zu Gange waren, wollten wir nun das neue Bistrot ausprobieren. Tischreservierung ist sehr essentiell in beiden Lokalen und durchaus eine wichtige Sache, wenn man einen guten Platz bekommen möchte.

Processed with VSCOcam with hb1 preset

Wir hatten für vier Leute reserviert, kamen jedoch nur zu dritt, nachdem jemand aus der Gruppe verhindert war. Das „französische“ Lokal wirkt auf den ersten Blick wie eine sehr geräumige Bar. Beim Reingehen steht man direkt an einer großen Theke hinter der sich eine Art „Bücherregal“ mit Getränken befindet. Eine kleine Leiter zum Erreichen dieser Getränke rundet das Bild ab. Der Platz, welcher uns zugewiesen wurde, war für drei Personen gerade so akzeptabel, unsere ursprüngliche Idee zu viert anzukommen, wäre hier bezüglich der Tischsituation spannend geworden. Die Kellner wirken sehr engagiert, jedoch zu „kumpelartig“ was ich nicht wirklich ausstehen kann. Meine Freunde hatte ich mit, da muss man mir nicht das Gefühl vermitteln ein weiterer würde mir das Essen servieren. Dennoch eine sehr ordentliche Bedienung, jedoch bei vollem Lokal oftmals ein wenig überfordert (1-2 Kellner mehr würden hier sicher nicht schaden). Als Vorspeise hatten wir die „Flatschers Vorspeisen Variation (für 4 Personen)„, bestehend aus gegrillten Jakobsmuscheln – Garnelen vom Lavasteingrill und Beef Tartare.

Processed with VSCOcam with hb1 preset

Für 4 Personen eine überschaubare, aber nicht zu kleine Portion. Qualität und Geschmack wie gewohnt hervorragend. Danach entschieden wir uns alle drei für das „Entrecôte“ (Rib Eye Steak), obwohl wir auch alle mit dem „La mer et la terre“ (Steak + Meeresfrüchte) liebäugelten. Das Steak war wie gewünscht (Medium) perfekt gebraten und ich hatte zwei Saucen (große Empfehlung BBQ) sowie hausgemachte Pommes dazu.

Processed with VSCOcam with hb1 preset

Ein sehr rundes und zartes Hauptgericht. Bezüglich Getränke hatten wir zu den Hauptspeisen ein Augustiner Helles und zwischendurch einen GinTonic. Ein, zwei Worte dazu. Das Bistrot bemüht sich darum eine formidable Ginkarte anzubieten. Dies gelingt ihnen auch, jedoch die Preisgestaltung lässt ein wenig Rätsel über. Jeder Gin + Tonic (hier gibt es auch eine größere Auswahl) kostet 9,50€. Egal ob man nun den obligatorischen Gordens Gin oder einen Monkey47 bestellt.Vorsicht bzw. gute Auswahl sind hier gefragt. Eine Einteilung in Preiskategoriern 4€/7,50€/9,50€ für die verschiedenen Gins wäre hier sicherlich ein besserer Weg. Ich genoss einen Elephant Gin mit Fever Tree Tonic.  Sehr rund und der Eigengeschmack fügt sich wohlig ins Gesamtbild ein. Die Nachspeise nahmen wir wieder in der Variation (mit dem klingenden Namen Dessert-Étagère). Schokoküchlein, Apfelküchlein und Eclair (mit Schoko). So konnten wir uns gut durchprobieren.

Processed with VSCOcam with hb1 preset

Insgesamt ein sehr gelungener Abend und ein nettes Lokal um, so wie in unserem Fall, mehrere Stunden gemütlich zusammenzusitzen und über Gott und die Welt zu sinnieren. Nebenbei gibt es hevorragendes Essen und ein wenig Frankreich im 7.Wiener Gemeindebezirk.