Gastwirtschaft Floh

Vergangenen Freitag war ich zum Essen in die Gastwirtschaft Floh in Langenlebarn (ca. 25-30min mit dem Auto von Wien; in der Nähe von Tulln an der Donau) eingeladen. Das Restaurant hat einen bekannten Namen und Ruf auch über die Grenzen der kleinen Ortschaft hinweg. Gerade durch große Renovierungsarbeiten in den letzten Jahren und einer hochwertigen Küche, ist „der Floh“ schon lange kein kleines Dorfgasthaus mehr und findet demnach auch Einzug im Falstaff und dem Gault Millau. Für mich umso spannender, da ein lieber Freund und RotKreuz Kollege einige Zeit den Kochlöffel in dem Lokal geschwungen hat, jedoch nicht als Chefkoch – versteht sich.

Wir hatten reserviert, dies ist auch dringend zu empfehlen, da an einem Freitag sonst vermutlich nur der Verweis auf einen anderweitigen Besuch übrig geblieben wäre. Von unserer Ankunft gegen 19:30 bis zum Verlassen war das Lokal sehr gut gefüllt, um nicht zu sagen „ausgebucht“. Wir hatten einen Platz im vorderen Bereich, wo alte/rustikale Einrichtung mit modernen Elementen verbunden wurden. Die Bedienung war wechselnd. Das beschreibt es denke ich sehr gut. Wir hatten für die Zeit unserers Aufenthalts keine fixe Serviceperson, sondern diese wechselten sich immer wieder ab. Erfrischend, jedoch für mich gewöhnungsbedürftig. Freundlichkeit, Engagement und fachliches Wissen waren dafür hervorragend.

Die Speisekarte ist in ihrem Umfang im guten Mittelfeld angesiedelt. Aus jeder „Speisekategorie“ gibt es ausreichend Alternativen und eine Auswahl an mittelfristigen Angeboten (bei uns Martinigans) sowie kurzfristigen, tagesabhängigen Empfehlungen runden das Menü ab.

Wir hatten zu Beginn einen kleinen (vegetarischen) „Gruß aus der Küche“/ Vorspeisenvariation/ Gustierteller oder einfach eine kleine Zusammenstellung aus Brot, Butter, Aufstrich, Meersalz und einem speziellen Distelöl aus der unmittelbaren, regionalen Umgebung.

Anschließend entschied ich mich persönlich für die Vorspeise „Viola per sempre“. Bio-Bergforelle (gebeizt) an einer Rotenrüben-Auswahl. Farblich bombastisch und geschmacklich dem kaum nachstehend.

Nette Idee am Rande. Zwei Mittessende hatten als Vorspeise ein Gericht Names „Post vom Floh“. Dazu wird einem eine Postkarte überreicht, welche man ausfüllen kann und an jemanden versenden. Frankiert und verschickt wird sie vom Gasthaus selbst. Solche Dinge sind gerade beim ersten Besuch eine tolle Auflockerung.

Zur Hauptspeise entschied ich mich für ein Saiblingfiled an buntem Mangold und Erdäpfel-Schupfnudeln.

Zum Anschluss hielt ich es ganz klassich. Zwei Stück Palatschinken mit Marillenmarmelade. Kann man kaum was falsch machen.

Insgesamt ein hervorragender Abend. Nebenbei erwähnt – die Weinkarte ist selbst für ein ungeschultes Auge wie mich sehr beeindruckend.