True Detective

Nachdem sich meine „Hauptserien“ (HIMYM, TBBT, Californication, etc.) entweder in die Sommerferien oder im manchen Fällen gleich vollständig von der TV Fläche verabschiedet haben, war ich auf der Suche nach einer neuen Serie die meinen Geschmack treffen würde. Bei Serien bin ich sehr wählerisch. Ich möchte gut unterhalten werden und mir eine Geschichte erzählen lassen, die ich nicht schon dreißig mal in anderer Form gesehen habe. Sherlock, Elementary und Orphan Black sind hier in letzter Zeit löblich zu erwähnen. Diese Auswahl zeigt wohl auch meine persönlichen Vorlieben bei Serien sehr gut. Ein wenig düster – aber Humor muss eine tragender Rolle spielen. Umso schwärzer (britischer) – umso besser. Bei Twitter bin ich irgendwann auf True Detective hingewiesen worden. In den Hauptrollen der fantastische Matthew McConaughey gemeinsam mit Woody Harrelson. Die ganze Serie basiert auf einer abgewandelten Form von „guter Bulle – böser Bulle“ jedoch mit sehr viel Überbau und geradezu hinreißend bissigen Dialogen.

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True Detective spielt in den Sumpf- und Moorregionen Louisianas und erinnert sehr stark an das Setting der Casper Musikvideos (z.b. Im AscheregenHinterland, ) zum Album Hinterland. Zu klären gibt es einen mystisch inszenierten Ritualmord, der sich rasch als Puzzleteil zu einer Mordserie herausstellt. Zwei „Erzählzeiten“ lassen eine gewisse Dynamik und Offenheit im Geschichtsfluss zu und erleichtern größere Zeitsprünge. Insgesamt sehr düster, dunkel und mit kargem Dialogverhalten. Keine Serie für einen Kindergeburtstag. Die Figuren sind wunderbar inszeniert und erzählen oftmals nur durch ihr Handeln eine eigene kleine Geschichte. Im englischen Original sprachlich sicherlich herausfordernd – dennoch die Mühe wert. An einer Übersetzung würde, denke ich sehr viel „Humor“ verloren gehen. Eine zweite Staffel ist bereits in Planung, vermutlich mit anderen Hauptcharakteren. Schade eigentlich.